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Musikrechte auf Instagram & Social Media

Musik auf Social Media: Warum ein Reel schnell richtig teuer werden kann

Musik ist Emotion, Stimmung und Reichweiten-Booster. Genau deshalb ist sie aus Reels, Stories und Social-Media-Ads kaum wegzudenken. Was viele Creator:innen, Selbstständige und Unternehmen aber unterschätzen: Musik ist urheberrechtlich geschützt und: Eine falsche Nutzung kann teuer werden.

Abmahnungen zwischen 6.000 und 25.000 Euro sind keine Seltenheit mehr, oft wegen eines einzigen Posts.


Der größte Irrtum: „Der Sound ist doch auf Instagram“

Viele gehen davon aus, dass Musik aus der Instagram-Bibliothek automatisch erlaubt ist.
Das stimmt, jedoch nur für die private Nutzung.

Sobald ein Account:

  • ein Unternehmen repräsentiert
  • Werbung macht
  • Kooperationen oder Affiliate-Links nutzt
  • die eigene Dienstleistung bewirbt

spricht man rechtlich von kommerzieller Nutzung – und dafür braucht es eine Lizenz.


Urheberrecht unterscheidet nicht nach Länge oder Format

Ob:

  • Reel oder Story
  • 3 Sekunden oder 30 Sekunden
  • Trend-Sound oder Hintergrundmusik

spielt keine Rolle.
Sobald Musik erkennbar ist, wird sie öffentlich zugänglich gemacht – und ist damit lizenzpflichtig.


Diese Risiken drohen bei falscher Musiknutzung

Wer Musik ohne gültige Rechte verwendet, riskiert:

  • kostenpflichtige Abmahnungen
  • Schadensersatzforderungen
  • Löschungen oder Stummschaltungen
  • Unterlassungserklärungen
  • im Extremfall gerichtliche Verfahren

Wichtig: Jeder Post zählt einzeln. Auch Reposts.


Achtung Repost-Falle

Ein Repost wirkt harmlos – ist es aber nicht.
Rechtlich gilt er als eigene Veröffentlichung.
Ist im ursprünglichen Reel unlizenzierte Musik enthalten, haftet auch der repostende Account.


Welche Musik darf ich verwenden?

Erlaubt ist Musik, wenn:

  • sie innerhalb der Meta Sound Collection lizenziert ist
  • eine klare Nutzungserlaubnis vorliegt
  • der Urheber die kommerzielle Nutzung ausdrücklich erlaubt

Der Begriff „lizenzfrei“ ist dabei irreführend:
Jede Musik braucht eine Lizenz. Immer.


Die sicherste Lösung: Musik direkt vom Urheber

Am transparentesten ist Musik, deren Nutzungsbedingungen direkt vom Urheber festgelegt werden:

  • klare Regeln
  • schriftliche Vereinbarungen
  • stabile Bedingungen
  • kein Risiko durch Plattform-Änderungen

Das ist rechtlich sauber – und fair gegenüber den Musikschaffenden.


Checkliste: Vor jedem Post

Bevor Musik veröffentlicht wird, sollte klar sein:

  • Wer hat die Musik geschaffen?
  • Liegt eine Nutzungserlaubnis vor?
  • Ist kommerzielle Nutzung erlaubt?
  • Sind die Bedingungen dokumentiert?

Im Zweifel gilt: Lieber verzichten als riskieren.

Bedenke immer:

Musikrechte sind kein Bürokratie-Monster, sondern eine notwendige Grundlage für fairen Content.
Guter Social-Media-Content lebt von passender Musik – nicht von riskanten Trends.

Wer sicher arbeitet, schützt nicht nur sich selbst, sondern auch die Künstler:innen hinter der Musik.